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 Hier wollen wir einfach nach und nach mal ein paar Tipps rund ums Wohnmobil bzw. das Leben im   Wohnmobil einstellen, die wir als hilfreich ansehen. Natürlich heißt das noch lange nicht, dass sie für Jeden passen, aber manchmal hilft es vielleicht...die Tipps sind auch nicht alle auf unserem Mist gewachsen, aber wir finden sie trotzdem gut  ...                                

Wir gehören auch zu den Menschen, die ihr Geld selbst verdienen müssen, halten aber Nichts von falscher Sparsamkeit. Im Urlaub darf das Essen auch mal einen Euro teurer sein und Stellplatzgebühren würden wir niemals prellen, indem wir erst abends spät ankommen, natürlich  die Ver- und Entsorgung nutzen und morgens wieder früh abfahren ohne zu bezahlen, ... Solche Menschen mögen wir  nicht. Auch nicht die, die trotz angebotener Stromsäulen ihren Generator laufen lassen...

Batterien für Zubehör:

Unser letztes Wohnmobil hatte eine Truma 3002-Heizung mit einem batteriebetriebenen Zündautomat. Auch wenn die Batterien darin durchaus schonmal für 2 Jahre halten können, haben wir es uns angewöhnt, immer Ersatzbatterien für alle Geräte dabei zu haben. Die Formate AAA und AA sind auch in kleinen Taschenlampen, in den PMR-Funkgeräten usw. immer wieder benötigt.

Fahrzeug- und Aufbaubatterien

Die "normalen" Starterbatterien sind immer noch unsere erste Wahl. Sie können sehr hohe Ströme liefern und sind daher für den Sinus-Wechselrichter mit 2000 Watt Dauerleistung unabdingbar. Solarbatterien würden die hohen Ströme nicht lange verkraften. Auch wenn Starterbatterien für langfristige Stromentnahme nicht so gut geeignet sind, hielten sie in unseren Mobilen bisher immer mind. 5-6 Jahre. Dann wird eben ausgetauscht...

DVBT-Antenne  Die beste DVB-T Antenne, die wir bisher finden konnten, war die Selbstgebaute. Im Internet mal googeln unter "Doppel-Quad-DVB-T Antenne" und dann einfach nachbauen. Bisher hat keine der von uns getesteten gekauften "Profi-Antennen", mit oder ohne Verstärker, die Doppelquad übertroffen, die wir am GONZO gelassen haben beim Verkauf. Im Moment haben wir eine Verstärker-Antenne aus Polnischer Produktion für ca.30 Euro auf dem Mobil - die ist auch ganz gut, braucht aber etwas Strom für den Verstärker...in 2017 soll das "alte" DVB-T abgeschaltet und durch DVB-T2 ersetzt werden, Ob unser Fernseher dann noch etwas empfängt, wissen wir nicht, aber für alle Fälle haben wir eine kleine Sat-Schüssel dabei.

SAT-Anlage:  Wir haben vor einigen Jahren eine "Camping-Kompakt-Komplett-Anlage" für ca. 80 Euro gekauft. Eine Vollautomatische Antenne war uns zu teuer, da wir vorzugsweise DVB-T benutzen (so lange es noch geht). Die kleine Sat-Schüssel (35cm) habe ich hinten auf dem Dach montiert. Die Anlage hat das Easy-find-System, bei dem eine 3-farbige LED im LNB je nach Empfangssignal erst rot, dann gelb und dann grün leuchtet. Bei Grün hat man ein gutes Signal. Dieses System kann man in 2 Minuten von der Heckleiter aus einstellen, wenn das Mobil gerade steht. Wir sind bisher zufrieden damit.

Kleingeld:

Da auf den meisten Stellplätzen Automaten für die Stromsäulen aufgestellt sind und auch zunehmend die Stellplatzgebühren per Automat bezahlt werden müssen, ist es ratsam. immer ausreichend Münzgeld vorzuhalten. Meistbenötgt sind 50-Cent und Euromünzen, aber ab und zu auch mal 10-Cent oder 20er. Wir haben es uns angewöhnt, schon zu Hause mit dem Sammeln zu beginnen und auch im Urlaub immer wieder Wechselgeld aufzuheben. Da kommen schon mal schnell 100-150 Euro zusammen. Damit kommen wir auch in 3 Wochen immer gut hin. Schon oft haben wir als Wechselstube hergehalten, wenn Stellplatznachbarn in Not waren. Wenn wir mal viel Kleingeld besitzen, rollen wir es in Papier ein und beschriften es. Wenn es dann doch mal zu viel wird, geben wir es eben einfach wieder aus smiley

Beleuchtung Wohnraum

Die serienmäßigen Leuchten im Wohnmobil arbeiten oft noch mit stromfressenden Halogenstrahlern. Für relativ wenig Geld kann man LED-Leisten und -Bänder kaufen. Mit wenig Aufwand lässt sich so ein tolles Anbiente auch in ein älteres Mobil zaubern und die Batterien halten länger durch....natürlich kann man auch die Original-Leuchtmittel gegen LED-Birnchen austauschen....

Wassertankdesinfektion:

Wir reinigen unseren Trinkwassertank einmal jährlich mechanisch und desinfizieren danach mit Danclorix. Das Mittel gibt es in fast jedem Supermarkt bei den Reinigungsmitteln. Wichtig; Nur die blaue Flasche ohne jeden Zusatz von Duftstoffen benutzen, niemals die Grüne. Einen Liter auf ca. 100 Liter Frischwasser, Alle Leitungen aufmachen, bis es schön nach Schwimmbad riecht und nach 24 Stunden Alles über den Abwassertank ablaufen lassen. Dort kann es auch nochmal einen Tag drinbleiben...mehrmals den Frischwassertank mit klarem Wasser spülen und gut ist.....

Wir mögen keine zusätzliche Chemie im Trinkwasser. Da ist schon genügend Chlor enthalten, um das Wasser keimfrei zu machen. Um es längere Zeit keimfrei zu halten, empfehlen sich Silberionen. Die gibt es als Pulver oder als Silberdraht-Netze, die man in den Frischwassertank gibt...Wir haben einfach ein paar Silberlöffel in den Tank geworfen, lagen eh nur in der Schublade... der Effekt ist der gleiche, und da wir den Tank bei längerem Nichtgebrauch immer leerlaufen lassen, haben wir keine Bedenken, immer gutes Wasser zu haben....also gibt es überhaupt kein Problem für uns, mit dem Tankwasser zu Kochen, Zähne zu putzen oder es auch einfach pur zu trinken...ob die oft beobachteten 5 oder 10-Liter-Kanister für Trinkwasser genauso gut desinfiziert sind wie unser Tank, wage ich oft doch sehr zu bezweifeln, so wie die machmal schon von außen aussehen....evtl. noch mit einem Becher auf dem WC befüllt, weil es ja sonst Geld kostet....prostno

Den Wassertank befüllen wir übrigens NUR mit unserem eigenen Schlauch. Die ersten Liter lassen wir immer ungenutzt weglaufen, um denSchlauch zu spülen. Wir haben 2 Schlauchstücke und diverse Anschluss-Adapter an Bord. Ein kurzes Schlauchstück ist für die Befüllung unserer 10L-Gießkanne gedacht, die wir auch nur für die Befüllung des Wassertanks benutzen. Auch hier werden die erstn Liter zur Spülung benutzt... Dann haben wir noch ein ca. 5 m langes Schlauchstück dabei. Mehr brauchen wir nicht. Wenn ich nicht bis auf die 5 m an die Wassertankstelle herankomme, nehme ich eben die Gießkanne.

Weiterhin haben wir noch einen kleinen 5-Liter und einen größeren 15-Liter-Eimer dabei. Damit können wir unseren Grauwassertank auch über normale Toiletten entsorgen, wenn es  nicht anders geht.

Toiletten-Entsorgung

Unsere C200-Kassetten-Toilette reicht uns für 2- 3 Tage. Dann müssen wir aber Toiletten-Chemie zusetzen, um, zumindest im Sommer, unangenehme Gerüche zu vermeiden. Leider hat die Toilettenspülung unseres Mobiles keinen separaten Wassertank, das hatten wir im letzten Mobil und haben das sehr zu schätzen gewusst, weil man 1. aus jedem Bach nachfüllen konnte und wir 2. etwas Danclorix zugeben konnten. So hatten wir immer eine umweltverträgliche Desinfektion und niemals Gerüche. Bei unserem Gonzi hängt die Spülung am großen Wassertank. Somit können wir Zusätze nur direkt in die Fäkalien-Kassette geben. Meist nehmen wir Nichts, wenn wir täglich entsorgen können. Sind wir aber im "outback", füllen wir etwas Toiletten-Chemie in den Behälter. Für alle Notfälle haben wir eine 2. Kassette im Staufach dabei. Die haben wir aber noch nie gebraucht, seit wir sie haben. Als wir sie gebraucht hätten, hatten wir sie noch nichtlaugh

Technik:

Ein altes Auto sollte nicht mit neuem Treibstoff versorgt werden, leider gibt es keinen "alten Treibstoff" mehr. Diesel von heute ist Schwefelarm. Der Schwefel war für die Schmierung der Einspritzpumpe sehr nützlich. Daher tanken wir immer wieder mal etwas Zweitaktöl als Schmierung mit in den Dieseltank. Ca. 200ml auf eine Tankfüllung reichen aus. Es ist allerdings ein wenig "Glaubensfrage", da man den Nutzen nicht wirklich beweisen kann.....wir haben den subjektiven Eindruck, dass der Motor ruhiger läuft.....und weil es nicht schadet, machen wir es weiter...bei der AU ist es nicht aufgefallen, also erhöht es auch nicht merklich den Schadstoffausstoß. Getriebeöl sollte bei älteren Ducatos und baugleichen Peugeot- und Citroenmodellen immer 1 cm über die Maximal-Markierung aufgefüllt werden, damit der angehängte 5. Gang im Getriebe besser geschmiert wird.

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